Inhalt
| Name | Deutsches Hafenmuseum – Standort Schuppen 50A |
| Eröffnung | 2012 |
| Schwerpunkt | Hafengeschichte und Arbeitswelt |
| Stadtteil | Kleiner Grasbrook |
| Eintritt | kostenpflichtig |
| Parkplätze | ja |
| Barrierefrei | teilweise |
Die historischen Holz- und Backsteinschuppen erzählen selbst Geschichte. In den Hallen wurden früher Säcke und Kisten umgeschlagen, massive Kräne und Fahrzeuge, die tonnenschwere Lasten bewegten, gingen ihrer Arbeit nach und am Kai fuhren große Schiffe vorbei. Das Gefühl, mitten in der industriellen Vergangenheit Hamburgs zu stehen, ist wirklich beeindruckend.
In den Außenanlagen liegt Hafenarbeit offen: Van-Carrier, alte Kaikräne und Hafenbahnen zeigen den Wandel von Handarbeit zu maschineller Logistik. Die Ausstellung macht deutlich: Der Hafen war nie nur Ort des Handels und der Schifffahrt – er war Lebensraum, Arbeitsplatz und Motor für Hamburgs Entwicklung. Besonders spannend ist, wie du sowohl große Maschinen als auch kleine Objekte siehst: Werkzeuge, Gerätschaften, Arbeits- bzw. Alltagsgegenstände aus dem Hafen. So entsteht ein facettenreiches Bild vom harten Alltag, von Bewegung und Wandel.
Das Museum vereint Technik und Biografie: die Maschinen, Schiffe und Geräte sind wichtig – aber das Leben der Menschen, die damit gearbeitet haben, kommt ebenfalls zur Sprache. Ehemalige Hafenarbeiter und Schiffer führen teilweise selbst vor, wie Umschlag oder Schiffbau früher funktionierten. So bekommst du ein Gefühl dafür, welche Kräfte nötig waren, damit Hamburg über Jahrzehnte ein bedeutender Hafen bleiben konnte.
Schiffbau, Schifffahrt, Güterumschlag, Wandel zu Containerverkehren – all das spiegelt sich im Bestand. Die Exponate und Objekte zeigen, wie der Hafen sich verändert hat, wie Technik an Bedeutung gewann und welche Auswirkungen das auf Arbeit und Stadt hatte.
Die Gebäude, in denen das Museum heute untergebracht ist, stammen aus der Zeit zwischen 1908 und 1912. Damals entstanden die sogenannten „50er Schuppen“ – moderne Umschlagsanlagen, die den Güterverkehr zwischen Schiff und Land organisierten. Mit dem Wandel der Hafenwirtschaft und der Industrialisierung gerieten diese Anlagen nach der Einführung größerer Schiffe und Containerschiffe zunehmend außer Gebrauch. Große Teile wurden abgerissen, viele Schuppen verfielen – doch Schuppen 50A blieb erhalten.
Im Jahr 2002 wurde das Gelände Teil einer Rettungsinitiative – die damalige Stiftung Hamburg Maritim übernahm die 50er Schuppen, um sie denkmalgerecht zu erhalten.
Aus dem ehemaligen Lager- und Umschlagsort entstand mit Unterstützung des Stiftung Historische Museen Hamburg das Hafenmuseum, das den Wandel des Hafens dokumentieren und erlebbar machen sollte. 2022 erfolgte die Einbindung als offizieller Teil des Deutschen Hafenmuseums.
| Montag | 10:00 – 17:00 Uhr |
| Dienstag | geschlossen |
| Mittwoch–Freitag | 10:00 – 17:00 Uhr |
| Samstag und Sonntag | 10:00 – 18:00 Uhr |
| 1. November – 28. März | Winterpause - geschlossen) |
| Erwachsene | 7,00 € |
| Ermäßigt (z. B. Studierende, Sozialberechtigte, Hamburg-Card etc.) | 4,00 € |
| Gruppen (ab 10 Personen) | 4,00 € pro Person |
| Parkplatz | ❌ |
| Toiletten | ✅ |
| Barrierefrei | ✅ |
| Gastronomie | ✅ |
| Für Kinder geeignet | ✅ (Interaktive Angebote, Demonstrationen, Programme wie Hafen-Scouts) |
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit der Buslinie 256 steigst du direkt bei „Australiastraße / Hafenmuseum“ aus. Alternativ kannst du mit der S-Bahn bis zur Station „Veddel (BallinStadt)“ fahren oder mit der U-Bahn bis „Elbbrücken“ — von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Museum.
Entdecke Hamburgs Museen – von Kunst und Geschichte bis Technik und Maritimem.
Auf hamburger-museen.de findest du alle Museen der Stadt
mit Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und aktuellen Ausstellungen.